CDU Ratsfraktion Goslar
News
12.04.2021, 09:38 Uhr
Mehr Tempo – aber Mobilität aus einem Guss
Pressemitteilung der CDU-Ratsfraktion zum Artikel „Grüne fordern mehr Tempo beim Thema Radfahren“ vom 28.03.2021
 

„Wir begrüßen den Wunsch der Grünen mehr Tempo bei der Umsetzung des Radverkehrskonzepts einzufordern. Die Aussage, dass andere Parteien die Entwicklung verschlafen haben, weisen wir aber von uns zurück“, erwidert CDU-Fraktionschef Norbert Schecke und verweist auf zahlreiche, eigene Initiativen der CDU-Ratsfraktion.

 

Schecke nennt hier die Einrichtung einer Fahrradabstellanlage in der Wohldenberger Str., die jetzt umgesetzt werden soll, erinnert, dass sich die CDU auf Kreis- und Stadtratsebene für einen Radweg zwischen Vienenburg und Weddingen einsetzt. Zudem wünscht die CDU seit dem Fusionsjahr 2014 eine zeitgemäße Radwegeverbindung zwischen Vienenburg und Goslar und „wir kritisieren hier auch die zögerliche Umsetzung der Verwaltung, Planen ist das eine, wir müssen dann aber auch Fakten schaffen.“ ergänzt Ratsherr Pascal Bothe.

 

Daher hat sich die CDU-Ratsfraktion sehr darüber gefreut, dass die Stadt Goslar in diesem und im kommenden Jahr explizit für die Verbindung Goslar und Vienenburg Mittel in Höhe von mehr als 600.000 EUR eingestellt sind und auch ein deutlich höherer Ansatz von 200.000 € für die Instandhaltung bestehender Radwege berücksichtigt wurde.  Ein Begehren, welches die CDU bei den Haushaltsplanberatungen in den Vorjahren immer beantragt hat, aber von allen anderen Fraktionen abgelehnt wurde, „also nichts mit verschlafen, zumindest bei der CDU“ meint Schecke mit einem nett gemeinten Augenzwinkern im Hinblick auf die Zusammenarbeit der Grünen als ein Mitglied der strategischen Ampel im Rat.

 

Radverkehr könne man jedoch nicht isoliert von Bus, Bahn und Auto betrachten. „Mobilität funktioniert nur aus einem Guss – wir setzen uns daher stark dafür ein, dass noch vor der Sommerpause der lange geplante verkehrspolitische Workshop stattfindet“, meint  Bothe, zugleich Ausschussvorsitzender der Stadtwerke und ergänzt: „Wir müssen für alle Goslarer zeitgemäße Mobilitätsangebote schaffen. Radverkehr ist eine Facette, E-Mobilität wird eine weitere sein. Auch das müssen wir im Blick behalten und Ladeinfrastruktur schaffen, die man auch für E-Bikes nutzen kann.“

 

Diese ganzheitliche Betrachtung ist für die CDU von hoher Wichtigkeit, denn in vielen Studien wird zunehmend darauf hingewiesen, dass das Auto den Raum besetzt, den wir für Fuß- und Radverkehr, öffentlichen Nachverkehr, Grünanlagen und anderen Nutzungen benötigen. „Hier ist ein zwingender Austausch mit vielen Betroffenen gerade in unserer Altstadt zu führen, um eine Lösung zu erarbeiten, die eine hohe Akzeptanz findet“, ist sich Schecke sicher und fragt rhetorisch: “Was ist für Anwohner und Gewerbetreibende akzeptabel und für unser Stadtbild zielführend?“

 

Bei dieser Fragestellung ist auch der innerstädtische Zustellverkehr zu beachten, notwendig für die Geschäfte in Goslars Innenstadt, aber auch durch die Zunahme des Online-Handels für dort Wohnende mit steigender Frequenz. Zustellungen werden zudem nicht immer im festgelegten Zeitfenster realisiert und auch die beengten Platzverhältnisse in Goslars Straßen und Gassen führen zu Unmut. „Können zum Beispiel Parkhäuser als Depots mitgedacht werden?“ ist eine Frage, die sich die CDUler stellen. Packstationen erfreuen sich hier zunehmender Beliebtheit, da man nicht vor Ort und an bestimmte Liefer- oder Abholzeiten gebunden ist. Und vielleicht sind sie nicht nur in der engen Innenstadt eine Überlegung wert, sondern auch auf den Dörfern?

 

Norbert Schecke, Pascal Bothe

CDU-Ratsfraktion

12.04.2021, 09:40 Uhr