CDU Ratsfraktion Goslar
News
20.10.2020, 20:16 Uhr
„Die Stadt selbst ist der Magnet“
Pressemitteilung vom 08.10.2020
 

CDU fragt nach: wie kann die Innenstadt noch attraktiver werden? – klare Absage des Innenstadthandels an eine autofreie Innenstadt.

 

Die Attraktivität der Stadt und die Parkraumsituation waren zwei zentrale Themen eines Arbeitsgesprächs, zu dem die CDU-Ratsfraktion um Norbert Schecke und Pascal Bothe Vertreter des Innenstadthandels und der Wirtschaft eingeladen hatte.

 

„Goslar ist so schön, da braucht es keine weiteren Attraktionen, die Stadt selbst ist der Magnet. Leider sehen das viele Goslarer nicht, wie vielfältig auch das Einkaufsangebot in der Stadt ist. Wir müssen es schaffen, eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen, um den Kunden zu verführen“, war eine zentrale Aussage der Teilnehmer des Gesprächs und steht sinnbildlich für die Aufgaben, die sich für die Politik ergeben. Der Anteil der Umsätze, die die Goslarer selbst generieren, würde noch immer mit 70-90% überwiegen – es gehe daher darum, vor allem auch für den Goslarer selbst eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen. Einkaufen in der Stadt muss Spaß machen, Cafes und Restaurants sollen zum Verweilen einladen und zum weiteren Einkaufen animieren. Die Stadt können dabei helfen, indem die Attraktivität der Innenstadt weiter erhöht wird. Zu einer verbesserten Aufenthaltsqualität zählen vor allem auch mehr Sitzbänke – auch der Bereich um den Jakobikirchhof müsse noch attraktiver und vor allem grüner werden. Nach wie vor wirbt die CDU daher für eine Bepflanzung. Noch immer unbefriedigend ist die Situation in der Hokenstraße. „Wir werden hier kurzfristig einen Antrag stellen, dass der Eingangsbereich einladender gestaltet wird. Hierzu gehören ansprechende Beleuchtung, vielleicht ein Torbogen, der neugierig darauf macht, was sich in der Straße verbirgt“, kündigt Fraktionschef Schecke an.

 

Und zu einer attraktiven Innenstadt gehört auch die gute Erreichbarkeit – schnell stellte sich daher die Frage, ob eine autofreie Innenstadt ein Gewinn wäre, oder ein deutlicher Verlust. Die Antwort aller Teilnehmer war eindeutig: „Die Stadt wäre tot“, so waren sich die Gäste einig und warnten vor Experimenten. Das bedeutet aber nicht, dass das Thema Parkraum nicht angetastet werden müsse: genau das Gegenteil ist der Fall. Parkraum müsse geordnet und verbessert werden: Für das Erscheinungsbild der Stadt sollten Parkplätze am Strassenrand reduziert werden und Parkraum muss besser geordnet werden. Dazu gehört auch, dass Parkhäuser moderner werden müssen: breitere Stellplätze und Angebote zum Laden von E-Autos. Für die CDU steht aber auch fest: das Parkhaus Bolzenstraße muss entwickelt werden – als moderner und einladender Parkraum, um an einer zentralen Stelle ein gutes Angebot vorzuhalten. Doch nicht nur der Autofahrer darf im Fokus stehen:

„Der weitere Umbau in der Fußgängerzone in der Wohldenbergerstraße muss genutzt werden, um ein tolles Angebot für Radfahrer zu schaffen. Hier müssen moderne Fahrradstellplätze entstehen, mit Lademöglichkeiten für E-Bikes und auch Schließfächern“, meint Pascal Bothe und erinnert an einen Antrag der Grünen ein derartiges Angebot auf dem Jakobikirchhof einzurichten. An diesem Platz hielt die CDU dies nicht für angebracht, der Gedanke sei aber aufzunehmen.

 

Pascal Bothe, Norbert Schecke

aktualisiert von Norbert Schecke, 20.10.2020, 20:19 Uhr